EIN KLEID ZUM VERLIEBEN!

Brautkleid kaufen leicht gemacht

 

Die Auswahl des Brautkleides – ein Kleid, das den allerhöchsten Ansprüchen genügen muss, den Ansprüchen des schönsten Tags im Leben.

Die Frage war nie: Ist er der Richtige? Sondern: Was zum Teufel soll ich anziehen? Alexandra Wentworth, amerikanische Schauspielerin

Fangt in jedem Fall bewusst früh an, mindestens sechs Monate vor eurer Hochzeit. So geratet ihr nicht in Zeitdruck. Bei einigen ist die Suche danach ein scheinbar endloses Unterfangen, bei anderen ist es eine ganz schnelle Sache, bis das Traumkleid gefunden ist. So oder so muss schon im Vorfeld einiges beachtet werden. Wir haben einige Tipps für euch parat.

Beginnt damit, euch zu informieren und umzuschauen, was der Markt so alles zu bieten hat. In Fachzeitschriften und Magazinen, natürlich auch im Internet. Dort können auf den Seiten der Anbieter meist die kompletten Kollektionen durchgesehen werden. Nutzt alles, was die weite Welt der Brautmodenvielfalt visuell offenbart.

Bevor es dann richtig losgeht, solltet ihr zunächst einen Termin im Fachgeschäft zur Anprobe und zum Kauf vereinbaren. Denn durch Brautmodengeschäfte einfach mal eben nur so durchzuschauen ist schwierig. Damit wäre euch selbst am allerwenigsten geholfen, bedarf es beim Hochzeitskleid doch der Beratung von einem Profi und auch der Hilfe beim Ankleiden. Bei einem individuellem Beratungstermin ist genügend Zeit und Aufmerksamkeit für euch und eure Begleitung reserviert. Um das zu garantieren, erheben manche Fachgeschäfte eine so genannte „Beratungsgebühr“. Das ist nicht außergewöhnlich oder unseriös. Die Gebühr wird bei Kauf eines Kleides wieder verrechnet, und damit ist die Beratung letztendlich wieder kostenfrei inklusive. Um sich für ein Fachgeschäft entscheiden zu können, kann es hilfreich sein, vorab die Website aufzusuchen. Diese gibt einen ersten Eindruck und zeigt auf, ob die Labels geführt werden, die euch gefallen.

Plant für den Beratungstermin mindestens zwei Stunden ein. Der wenigste Trubel herrscht immer unter der Woche, dagegen sind Termine am Abend und am Wochenende bei Brautmodengeschäften oftmals weit im Voraus belegt. Wichtig ist aber auch, dass ihr selbst nicht unter Zeitdruck steht, sondern entspannt und frei im Kopf seid. Eine so wichtige Entscheidung, wie die Auswahl des Brautkleides, braucht Muße.

Zu viele Köche verderben den Brei, so auch bei der Auswahl des Hochzeitskleides. Natürlich dürfen eure Trauzeugin und beste Freundin zur Beratung nicht fehlen. Auch Mütter begleiten ihre Töchter gerne zu diesem emotionalen Termin. Mehr als drei Beraterinnen und zu viele verschiedene Meinungen stiften aber Unruhe und würden euch nur verunsichern. Denn über Geschmack lässt sich eben doch streiten. Die Begleitung sollte nur aus Personen bestehen, die euch nah sind und mit Rat zur Seite stehen, aber euch in keiner Weise bevormunden. Am Ende zählt, was ihr wollt.

Damit ihr euch erst gar nicht in ein zu teures Kleid verliebt, definiert im Vorfeld eine ganz klare Obergrenze für das Budget und kommuniziert das zu Beginn an das Brautmodengeschäft, damit euch nur Kleider in diesem Preisrahmen gezeigt werden. Berichtet zudem, wie und wo ihr eure Hochzeit feiern wollt, damit das Kleid angemessen zur Location passt. Konzentriert euch bei der Anprobe zunächst nur auf den Stil des Kleides und nicht auf die Passgröße. Denn das Kleid kann individuell abgesteckt, ungeliebte Details abgeändert und eure passende Konfektionsgröße bestellt werden. Es ist nicht ungewöhnlich, dass die Lieferzeit je nach Hersteller einige Wochen oder sogar Monate betragen kann.

Während einige angehende Bräute schon von Kindheit an von einem bestimmten Traumkleid träumen und zu ihren genauen Vorstellungen auch Bilder zum Beratungstermin mitbringen, ist es nicht schlimm, wenn ihr selbst noch nicht genau wisst, welches Kleid ihr sucht. Dafür ist die Beratung da, bei der man sich Schritt für Schritt dem richtigen Kleid nähert. Dabei ist es gut, noch ganz offen für Ideen und Anregungen der Brautmodengeschäfte und nicht beratungsresistent zu sein. Diese Geschäfte sind größtenteils sehr breit aufgestellt und können noch ganz unerwartete Alternativen hervorzaubern. Auch wenn mal ein Kleid auf dem Bügel gar nicht gefällt, vertraut dem geschulten Blick der Beratung, seid mutig und probiert es zumindest an. Brautkleider wirken angezogen oft ganz anders. Das kann nur bereichernd sein.

Für die Anprobe der Kleider ist es sinnvoll, neutrale Unterwäsche in weiß oder hautfarben und mit glatten, nahtlosen Oberflächen zu tragen. Optimal ist zudem ein trägerloser BH oder eine Korsage. Wenn ihr gar nicht auf euer Make-up verzichten könnt, gibt es während der Anprobe extra Hauben, um das Kleid zu schützen. Selbstverständlich werdet ihr beim Anziehen unterstützt, um in die wundervollen, aber auch üppigen Tüllmassen hineinzusteigen und auch um die Schnürungen am Rücken zu schließen. Eure Brautschuhe braucht ihr erst beim letzten Änderungstermin kurz vor der Hochzeit tragen, um die richtige Länge des Kleides abzumessen. Der Termin sollte nur ein paar Wochen vor der Hochzeit stattfinden, um das Kleid auch gegebenenfalls an Gewichtsveränderungen anzupassen.

So groß der Wunsch auch ist, direkt das richtige Kleid zu finden, probiert nicht zu viele Kleider bei einem Termin an. Genügend, um jeden Stil einmal an sich gesehen zu haben, aber nicht so viele, dass ihr euch am Ende schon nicht mehr an das erste Kleid erinnern könnt. Dann sammelt euch lieber erst einmal und vereinbart einen weiteren Termin, bei dem ihr dann wieder aufnahmefähig seid. Vielleicht geht euch bereits ein bestimmtes Modell nicht mehr aus dem Kopf, sodass ihr euch beim nächsten Termin dann noch einmal nur darauf fokussieren könnt. Wenn Zweifel bleiben, dann hilft es nicht, noch eine Nacht drüber zu schlafen. Dann raus mit der Sprache. Sprecht bei der Brautkleidanprobe vor Ort an, dass euch zum entscheidenden Wow-Gefühl noch etwas fehlt. Oft ist es nur ein Kommunikationsproblem und die Beratung hat eine schnelle Lösung griffbereit. Lasst euch in jedem Fall von niemanden zu einer frühzeitigen Kaufentscheidung drängen. Wenn ihr euch dann wirklich sicher seid, kann euer Traumkleid bestellt werden.

Fertig angepasst und angezogen, fehlt dann nur noch das berühmte Strahlen von euch im Spiegel. Der Augenblick, in dem ihr euch selbst darin betrachtet, hin und her wiegt und euch in ein Kleid verliebt. Ein Sinneserlebnis aus allen Details – der Haptik des Stoffes, dem Rascheln, das man bei jedem Schritt hört, dem Tragegefühl des Kleides, das gibt am Ende den Ausschlag, wenn es um die Entscheidung geht. Mit oder ohne Freudentränchen ist ohne Bedeutung. Entscheidend ist, dass ihr euch in dem Kleid rundum wohlfühlt und eurem zukünftigen Mann am Hochzeitstag freudestrahlend entgegenschreiten könnt.

Dann nämlich, wenn ihr das Kleid fühlt, es mit einer solchen Selbstverständlichkeit, großer Ausstrahlung und unerschütterlichem Selbstbewusstsein tragt, wisst ihr genau, ihr habt die richtige Entscheidung getroffen und es bleibt kein Hauch von Zweifel mehr.

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