EIN HOCH AUF ROSÉ PORT

Neue Aperitife braucht das Land – Es muss nicht immer Schampus sein

 

Eure Hochzeit steht an und die Frage nach dem perfekten Aperitif keimt auf:

  1. Was bieten wir als erfrischenden Auftaktdrink, um unser Fest einzuläuten?

  2. Was reichen wir denn unseren Gästen als Aperitif, ohne dem Ruf eines Langweilers oder Ewig-Gestrigen gerecht zu werden?

Wenn Euch jetzt als erstes Aperol Spritz in den Sinn kommt, besteht die begründete Sorge, dass Veränderungsfähigkeit nicht zu euren Kernkompetenzen gehört. „Du Doofmann“ fühle ich jetzt als mögliche Denke einiger weniger Leser …

Egal, weiter geht‘s. Wenn euch jetzt als Alternative „Hugo“ in den Sinn kommt, solltet ihr wissen, dass der Barkeeper Roland Gruber schon im Jahre 2005 aperolmüde war, als er diese Aperitif-Alternative kreierte.

Okay, dann nehmen wir halt Gin-Tonic. Damit ist man (noch) ziemlich trendy unterwegs und der Hype wird auch noch eine Weile anhalten. Wir finden das toll und experimentieren sehr viel mit unzähligen Gins, Tonics und allerlei möglicher Beigaben wie frischem Basilikum, Nelken, Orangenzesten etc.

Wir wissen aber auch, dass dieses Kultgetränk auf das British Empire zurück geht. Seinerzeit hat man Gin-Tonic in Indien zum Schutz vor Malaria geschlürft. Ein mögliches Hilfsargument für alle, die diesem leckeren Gesöff verfallen sind.

Ich glaube, dass Gin-Tonic-Trinker wesentlich weniger von Mücken gestochen werden als Mineralwasser-Bevorzuger. Das ist aber auch nur ein Bauchgefühl – wissenschaftliche Studien dazu stehen noch aus.

Wesentlich älter und besser erforscht ist dagegen der Klassiker „Klosterfrau Melissengeist“. Dessen Ursprung reicht bis in das Jahr 1827 zurück. Die zurückliegenden 190 Jahre seit Markeneinführung haben auf jeden Fall gereicht, das Tröpfchen als „Arzneimittelspezialität“ beim Bundesgesundheitsamt listen zu lassen.

Das steht allen Aperols, Hugos etc. noch bevor. „Klosterfrau Melissengeist“ soll unter anderem Altersbeschwerden lindern, was mit 79% Alkohol ziemlich erfolgsversprechend sein dürfte – zumindest zeitweise!

Es liegt mir fern, die bislang erwähnten Produkte auf eine Stufe zu stellen, aber irgendwie scheint die Zeit reif, ihrem verstaubten Image mal eine frische Alternative gegenüber zu stellen:

Probiert doch mal einen Rosé Port (oder auch Pink Port genannt) wie auf unseren Fotos.

Falls euer Lieblingsweinhändler oder die gewählte Hochzeitslocation damit nichts anfangen kann, online solltet ihr fündig werden. 4-6 cl Pink-Port in ein Longdrinkglas – reichlich Eiswürfel drauf – den Rest mit kaltem Tonic aufgießen und ein wenig frische Minze zur Abrundung.

Eure Gäste werden es euch danken. Und für die Noch-nicht-Alkohol-Berechtigten Gäste auf eurer Wedding-Party, die Fahrer oder die Kinder etc. Lasst den Port weg und gebt stattdessen Waldhimbeersirup hinein.



Ein erfrischendes

Cheers und viel Spaß
beim Nachmixen
und Probieren!

 

 

Author: MÜ12 Verlag

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